Orlow Traber
Herkunft
Der Orlow Traber ist die wohl bekannteste russische Pferderasse. Gezüchtet wurde dieser Traber auf Befehl von der Zarin Katarina II., da sich ihr Günstling Graf Alexeij Grigoriewitsch Orlow ein besonders schnelles Wagenpferd für die weiten Strecken des riesigen Landes wünschte. In der Nähe von Moskau auf dem Gestüt Orlow wurde dazu der Araberhengst „Smetanka“ mit einer Frederiksborger- Stute verpaart. Die Nachkommen wurden dann mit Arabern und Englischen Vollblütern verpaart. „Smetanka“ selbst starb nach nur einer Saison als Zuchthengst.
Im Jahre 1799 fand dann das erste Trabrennen in Moskau statt und der Orlow Traber wurde bald zum schnellsten Trabrennpferd der Welt. Bevorstehende Kriegswirren und die Oktoberrevolution im Jahre 1917 führten dabei zum Niedergang der Zucht.
Die spätere Sowjetregierung baute die Zucht wieder auf, allerdings konnte der Orlow Traber nie wieder an seine einstigen Erfolge anknüpfen. Die Zucht erfolgt heute noch auf 34 Gestüten.
Exterieur
Der Orlow Traber kann ein Stockmass zwischen 158 und 170 cm erreichen. Der Widerrist ist hoch mit einer verhältnismäßigen kurzen Kruppe. Der Schweif ist hoch angesetzt. Die Brust ist breit und tief. Die Schultern sind lang und schräg abfallend. Die Gliedmaßen sind gut ausgerichtet und muskulös mit starken und trocknen Gelenken. Die Sehnen sind sehr fest und abgesetzt. Die Hufe sind hell und widerstandsfähig. An den Fesseln ist meist ein auffälliger Behang vorhanden. Der Hals ist lang und leicht gebogen. Sein Kopf ist verhältnismäßig klein, gerade und leicht ramsköpfig mit einer breiten Stirn und weiten Nüstern. Die Augen sind lebhaft und ausdrucksvoll. Die Ohren sind kurz und beweglich. Sie erinnern an den Araber.
Die bestimmende Fellfarbe bei dem Orlow Traber ist der Schimmel, teilweise auch Apfelschimmel. Vertreten sind dabei auch Rappen und Braune, wobei der Fuchs relativ selten zu finden ist.
Verwendung
Der Orlow Traber ist furchtlos, energisch und besonders aktiv. Er findet seinen Einsatz beim Trabrennen, als Zugpferd und für landwirtschaftliche Arbeiten, sowie als Kutsch- und Schlittenpferd.