Oldenburger
Herkunft
Der Oldenburger ist der größte und auch imposanteste Vertreter der deutschen Pferderassen. Seinen Ursprung hat er in Westdeutschland an der Grenze zu Friesland in den Niederlanden. Seine Vorfahren waren plumpe, aber sehr vielfältig verwendbare Arbeitspferde. Erst über die Jahrhunderte entstand ein Pferd mit einem ruhigen Gemüt, welches auch gut beim Dressur- und Springreiten einsetzbar ist. Im 17. Jahrhundert wurden die Arbeitspferde mit Andalusiern gekreuzt. Den Grundstein der heutigen Zucht legte dazu Graf Anton Günter von Oldenburg. Neben Andalusiern kreuzte er auch italienische, dänische und englische Hengste ein. Nach 1919 wurde die Zucht auf schwere Wirtschaftspferde umgestellt. Erst in den Fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts wurde dann durch Einkreuzen von Vollblütern ein apartes Reitpferd geschaffen.
Exterieur
Der Oldenburger kann ein Stockmass zwischen 160 und 170 cm erreichen. Der Kopf ist mittelgroß und gut proportioniert mit einem geraden bis leicht ramsköpfigen Profil. Die Augen sind groß und die Ohren sind aufgerichtet und lang. Der Hals ist muskulös und lang mit einer stolzen Haltung. Der Widerrist ist gut geformt, aber wenig ausgeprägt mit einer breiten, flachen und gut bemuskelten Kruppe. Der Schweif ist hoch angesetzt. Die Brust ist breit und tief und die Schultern sind lang, schräg und stark. Die Gliedmaßen sind robust und muskulös, mitunter etwas plump. Die Sprunggelenke sind muskulös, fest und gut gelagert. Die Sehnen sind klar und stark sichtbar. Die Hufe sind an der Ferse offen, aber sehr widerstandsfähig.
Beim Oldenburger sind Braune, Dunkelbraune, Rappen und Schimmel vertreten. Seltener sind auch Füchse vorhanden. Es sind Abzeichen erlaubt.
Verwendung
Der Oldenburger ist sensibel, sehr gelehrig, furchtlos, aber auch energisch. Vertreter dieser Rasse können als Reit- und Nutzpferde eingesetzt werden.