Nonius
Herkunft
Der Nonius stammt aus Ungarn. Bei dieser Rasse wird in zwei Typen unterteilt. Zum einen in die „Kleine“. Diese Pferde haben braunes Fell und werden in Hortobágy gezüchtet. Der „große“ Typ kommt als Dunkelbrauner und Rappe vor. Er stammt aus der Region Mezöhegyes. Von seiner Statur her war der Nonius das ideale Pferd für den Einsatz als Kutsch- und Zugpferd. Hier fand man den Nonius hauptsächlich in der ungarischen Armee zum Ziehen von diversem Kriegsgerät. Den Namen erhielt die Rasse von ihrem Stammvater dem Anglo- Normannen- Hengst „Nonius“. Dieser wurde im Jahr 1814 Kriegsbeute der ungarischen Kavallerie. Er stammte von dem französischen Gestüt Zweibrücken. Er kam so nach Ungarn, nach Mezöhegyes. Es erfolgten dort Verpaarungen mit englischen Halbblütern, ungarischen, türkischen, arabischen und auch Lipizzaner- und Andalusierstuten.
Die Rasse entstand dann im Jahre 1840.
Exterieur
Der Nonius erreicht eine Stockmass beim kleinen Typ zwischen 145 und 155 cm und beim großen Typ zwischen 155 und 165 cm. Der Kopf ist groß mit einem geraden Profil und breiter Stirn und großen Nüstern. Die Augen sind ausdrucksstark und ruhig. Die Ohren sind lang und groß. Der lange Hals ist gut an den schrägen Schultern angesetzt. Der Widerrist ist breit und gut ausgeprägt mit einer runden Kruppe. Der Schweif ist hoch angesetzt. Die Brust ist verhältnismäßig breit. Die Gliedmaßen sind stark und muskulös mit starken und trockenen Sehnen. Die Hufe sind rundlich, gut entwickelt und sehr hart.
Beim Nonius ist hauptsächlich der Braune vertreten, gefolgt vom Dunkelbraunen und Rappen. Füchse sind höchst selten. Es können vereinzelt kleine Abzeichen auftreten.
Verwendung
Der Nonius ist sehr fügsam, lebhaft und willig. Er kann als Wagen- oder Reitpferd eingesetzt werden.