Lipizzaner

Herkunft

Schon bei den alten Griechen waren diese ruhmreichen und eleganten Pferde bekannt. Erstmals urkundlich erwähnt wurde diese Rasse im Jahre 1850. Zu jener Zeit wurde die Gegend um dem Dorf Lipica dem Erzherzog Karl II. von Österreich übertragen. Er gründete dort dann das heute weltbekannte Gestüt mit dem Ziel, den Hof mit Kutsch- und Reitpferden zu beliefern. Die Zucht begann er dort mit italienischen Stuten aus Verona und zwei spanischen Hengsten. Im Laufe der Zeit wurde dann der Kladruper, Neopolitaner und Frederiksborger eingekreuzt. Das Gestüt musste dann während den Napoleonischen Kriege nach Stuhlweißenburg verlegt werden. Dort wurden dann um 1800 die Gebäude durch ein Erdbeben zerstört und das Personal und die Pferde mussten nochmals vor den französischen Truppen fliehen. Erst 1815 kehrten dann die geschwächten Lipizzaner nach Lipica zurück. Unter Kaiser Franz Joseph I. wurde das Gestüt wieder aufgebaut und die Zucht voran getrieben. Während der beiden Weltkriege wurden die edlen Tiere dann wieder in alle Herren Länder verstreut. Erst 1947 kamen dann lediglich elf Lipizzaner wieder nach Lipica zurück. Erneut wurde dann die weltberühmte Zucht wieder aufgebaut.

Exterieur

Der Lipizzaner kann ein Stockmass zwischen 152 und 165 cm erreichen. Der Kopf ist groß und länglich mit einem geraden Profil und großen, lebendigen Augen. Die Nüstern sind groß und die Ohren klein und aufgerichtet. Der Hals ist mittellang, gut angesetzt und leicht gebogen mit einer dichten und seidigen Mähne. Der Widerrist ist wenig ausgeprägt, breit und muskulös mit einer breiten, bemuskelten und runden Kruppe. Der Schweif ist lang und hoch angesetzt. Die Brust ist breit mit schrägen Schultern. Die Muskulatur ist dabei gut erkennbar. Die Gliedmaßen sind stark und robust mit abgewinkelten Fesseln und breiten, trockenen Sprunggelenken. Die Hufe sind kräftig, aber nicht sehr groß.

Als Farbe ist der Schimmel vertreten. Sehr selten sind Füchse, Braune oder Rappen vorhanden. Die Schimmel kommen alle als Rappen zur Welt. Erst nach einem Vierteljahr verändert sich dann langsam die Farbe.

Verwendung

Lipizzaner sind willig, gehorsam, fügsam und lebhaft.

Sie finden Verwendung als Reit- und Wagenpferd, Wirtschaftspferd aber auch zur Dressur. Hier sind sie besonders für die Hohe Schule geeignet.