Englisches Vollblut
Herkunft
Das Englische Vollblut gilt als das schnellste Pferd der Erde. Es ist allgemein als Racehorse (Rennpferd) bekannt. Entstanden ist dieses elegante und kraftvolle Pferd aus der Renn- und Wettleidenschaft der Engländer. Die adligen Englands liebten es an Feiertagen Rennen auf Marktplätzen abzuhalten.
Zu den Stammvätern des Englischen Vollbluts gehören die drei legendären Hengste „Darley Arabian“. Der Hengst kam 1704 von Aleppo nach England. Zu diesem Zeitpunkt gehörte er dem britischen Konsul Thomas Darley. Der Hengst „Byerley Turk“ war das Schlachtross von Oberst Byerley und der Hengst „Godolphin Arabian“ wurde als Geschenk des marokkanischen Sultans Muley Abdullah an den französischen Hof Ludwigs XV. gesandt.
Diese drei Hengste bildeten dann zusammen mit 50 Stuten den Grundstock der heutigen Rasse. Die Hengste wurden dabei zu so genannten „Stempelhengsten“.
Diese Hengste und Stuten sind die Vorfahren von 80 Prozent der heute lebenden Vollblüter.
Es dürfen nur Pferde als Englische Vollblüter bezeichnet werden, deren väterliche und mütterliche Ahnen bereits in dem von 1793 in England erschienen „General Stud Book“ (Allgemeines Gestütbuch) eingeschrieben sind.
Das Englische Vollblut kann auf Kurzstrecken ein Tempo von 70 Km / h erreichen. Sie wurden über die Jahre zur Veredelung der meisten Pferderassen eingesetzt.
Der Schwerpunkt der Vollblüter- Zucht liegt nach wie vor in England. Allerdings werden Englische Vollblüter auf der ganzen Welt gezüchtet.
Exterieur
Das schlanke und elegante Pferd erreicht ein Stockmass zwischen 160 und 170 cm. Der Rücken ist kurz und kräftig mit einer abfallenden gut bemuskelten Kruppe. Der Widerrist ist gut ausgeprägt und der Schweif ist eher hoch angesetzt, wird aber meist tief getragen. Der Hals ist schlank und die Brust weit und tief. Die Gliedmaßen sind lang mit gut markierten Sehnen und Gelenken. Die Hufe sind klein, hart und rundlich. Sie können mitunter etwas anfällig sein. Der Kopf ist klein, leicht und geradlinig mit großen und lebhaften Augen. Die Ohren sind klein und spitz. Das Haarkleid dünn und seidig. Der Schweif und die Mähne sind weich und lang.
Beim Englischen Vollblut sind alle Farben vertreten, wie Fuchs, Rappe, Schimmel und vor allem Braune.
Verwendung
Das Englische Vollblut ist unerschrocken, dynamisch, gelehrig, sensibel und manchmal etwas nervig.
Vor allem findet das Englische Vollblut Verwendung als Rennpferd, aber auch als Military,- Spring,- Jagd- und Dressurpferd.