Andalusier

Herkunft Andalusier

Der Andalusier ist auch als „Spanisches Pferd“ bekannt. Worauf auch schon Rückschlüsse über seine Herkunft zu schließen sind. Diese Pferde sind der ganze Stolz der spanischen Züchter. In Andalusien, ihrer Heimat werden sie nur „Pura Raza Espanola“, die reine spanische Rasse, genannt. Ihren Ursprung haben die Andalusier in den alten iberischen Pferden der Antike. Den Erhalt der Reinrassigkeit der Pferde ist den Mönchen der Kartäuser Klöster Spaniens zu verdanken. Im 15. Jahrhundert züchteten sie das „Nationalpferd“ nur auf Reinrassigkeit. Sie gingen sogar soweit, dass Züchtern mit der Exkommunikation gedroht wurde, falls sie diese stolzen Pferde mit anderen Rassen kreuzten.

Der Andalusier hat bei der Entstehung europäischer und auch amerikanischer Pferderassen einen enormen Anteil. Mit den Konquistadoren gelangten Pferde dieser Rasse mit nach Amerika. Cortéz eroberte auf diesen Pferden weite Teile der „Neuen Welt“. Dort vermischten sie sich mit den heimischen Tieren. Heute gehört der Andalusier u.a. zu den Ahnen des Pinto, des Appaloosa und auch des Quarter Horse.

Auch in Europa wurde der Andalusier im 16. und 17. Jahrhundert zum Stammvater vieler europäischer Rassen, wie dem Englischen Vollblut, dem Neapolitaner, dem Lipizzaner, dem Frederiksborger und auch des Kladrubers.

Der reinrassige Andalusier wird heute vor allem in der Region um Jerez de la Frontera gezüchtet. Hier befindet sich auch seit dem Jahre 1973 die Königlich- Andalusische Reitschule.

Exterieur

Die Stuten können ein Stockmass zwischen 152 und 158 und die Hengste zwischen 152 und 164 cm erreichen. Der Widerrist ist sehr ausgeprägt. Der Körper ist kräftig gebaut mit einer leichten Rippenwölbung. Die Brust ist breit und muskulös gebaut und die gut bemuskelten Schultern fallen schräg ab. Ebenfalls ist die Kruppe leicht abfallend mit einem tiefen Schweifansatz. Der mittellange Hals ist leicht gewölbt und gut aufgesetzt. Die Mähne ist dicht und seidig. Der feine und trockene Kopf kann ein gerades oder leicht konvexes Profil aufweisen. Die Ohren sind mittelgroß mit nach außen gewandten Spitzen. Die Augen sind groß, lebhaft und ausdrucksstark mit einem betonten Schwung der Augenhöhlen.

Die Gliedmaßen sind mittellang, stark und leicht. Sie sind gut bemuskelt. Die Sprunggelenke sind robust und sehr beweglich. Die Fesseln sind lang und die Sehnen klar und trocken. Die Hufe sind eher klein, fest und hart.

Das Fell des Andalusiers ist weich, geschmeidig mit feinem seidigem Haar. Charakteristisch für diese Pferde sind der dichte Schweif und die dichte Mähne. Meist sind sie leicht gewellt und werden auch lang gelassen.

Beim Andalusier sind vor allem Schimmel, aber auch Braune, Rappen und Füchse vertreten.

Verwendung

Vertreter dieser Rasse sind sehr sensibel, ausgeglichen, energisch und aber auch wild und feurig.

Diese Pferde werden als Reit- und Nutzpferde verwendet, ebenso zur Dressur. Hier eignen sie sich besonders für die Hohe Schule.

In Spanien werden sie auch beim Stierkampf eingesetzt. Man findet die Andalusier auch als Zirkus- und Korsopferde und Fahrpferde.